LIFE-Schütt-Dobratsch > Maßnahmen > Schlegeln und Schwenden
Das Projektgebiet ist zum überwiegenden Teil von Wald bedeckt. Im Talboden befinden sich im Bereich der Ortschaften Saak, Unter- und Oberschütt sowie Federaun, auf der See- und Rauthwiese sowie bei Warmbad Villach (Napoleonwiese) einige wenige, zum Teil inselartig ausgebildeten, offene Flächen. Viele dieser kleinräumigen Gebiete sind in den letzten Jahren immer seltener bewirtschaftet worden. Die Randbereiche dieser wertvollen Trocken- und Feuchtwiesen wurden entweder aufgeforstet oder der natürlichen Verbuschung überlassen.
Von dieser Verbuschung bzw. Verwaldung sind besonders die wirtschaftlich ertragsarmen Kalk-Trockenrasen, Pfeifengraswiesen und kalkreichen Niedermoore betroffen. Bei den Pflanzenarten sind es vor allem zahlreiche Orchideen, zum Beispiel Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii), Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) und Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), oder die in Österreich nur bei Oberschütt vorkommende Illyrische Gladiole (Gladiolus illyricus), welche bei einem Überhandnehmen von Gehölzen nach und nach verschwinden. Auch bestimmte Tiergruppen, wie Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Käfer, haben mit dieser Entwicklung zu kämpfen.
In Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten wurden durch Schwend- und Schlegelmaßnahmen verbuschte Wiesenflächen und Magerweiden wieder bewirtschaftbar gemacht und auf diese Art die gefährdeten Pflanzengesellschaften, Tier- und Pflanzenarten in ihrem Bestand gesichert.
Ergebnisse bis Projektende 31. Jänner 2005:
In Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten und Wirtschaftsbetrieben wurden durch Schwend- und Schlegelmaßnahmen verbuschte Wiesenflächen und Magerweiden im Gesamtausmaß von rund 14,01 ha wieder bewirtschaftbar gemacht. Fallweise wurde das anfallende Schnittgut aufgehäckselt und einer örtlichen Hackschnitzelanlage zugeliefert, der Rest wurde zu Brennholz verarbeitet.
Die Flächen befinden sich in den Bereichen Anitzen, Wehranlage Schütt, Oberschütt (Gladiolenwiese), Weinitzen, Rauthwiese sowie Napoleonwiese. Es handelt sich vor allem um wirtschaftlich ertragsarmen Kalk-Trockenrasen, Pfeifengraswiesen und kalkreiche Niedermoore.
Die Weiterführung der Bewirtschaftung der meisten geschwendeten Flächen wird künftig über die Landwirtschaftsförderprogramme des Landes Kärnten (ÖPUL und N.A.B.L.) gefördert. Die Bewirtschaftung einzelner Flächen (Napoleonwiese, Weinitzen-Südhang) erfolgt in Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen.
- Informationen zum Projektverlauf -
Um den Projektverlauf zu dokumentieren, wurden im Laufe dieses LIFE-Projekts regelmäßig Kurzberichte veröffentlicht, die in der Folge aufgelistet sind (die aktuellsten Meldungen zu oberst).



























