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LIFE-Schütt-Dobratsch > Maßnahmen > Monitoring Vegetation

Bild zum Monitoring VegetationUm das Erreichen der Schutzziele zu gewährleisten ist es notwendig, die eingesetzten Maßnahmen (Extensive Grünlandnutzung, Schwenden, Extensive Beweidung, Nutzungsaufgabe, Umstellung auf naturnahen Waldbau, Bestandesumwandlung in eine naturnähere Baumartenkombinationen) auf ihre Auswirkungen hin zu überprüfen (evaluieren). Ein Netz von Monitoringflächen bot die Möglichkeit einer regelmäßige Evaluierung der Maßnahmen und ein rechtzeitiges Anpassen im Bedarfsfall.

Bei den Monitoringflächen handelte es sich vor allem um Gebiete mit geplantem Pflegemanagement (zum Beispiel Feuchtwiesen Oberschütt, Wehranlage, Weinitzen und Napoleonwiese, Straußwiese), Maßnahmen im Wald (Steinernes Meer, Napoleonwiese) bzw. Flächen mit ausgewählten Naturprozessen.

Die Ersterhebung auf den Flächen erfolgte vor der Umsetzung von Maßnahmen in den Monaten Juni und Juli 2002. Der Großteil der Maßnahmen wurde im Jahr 2003 umgesetzt. Die zweite Erhebung der Monitoringflächen erfolgte wiederum in den Monaten Juni und Juli im Jahr 2004.

Ergebnisse bis Projektende 31. Jänner 2005:

Die deutlichsten Veränderungen waren erwartungsgemäß auf den Flächen festzustellen, auf denen die Gehölze entfernt wurden (Napoleonwiese) und im Bereich der Straußwiese (Anitzen). Auf der Straußwiese haben die Maßnahmen Schwenden, Schlegeln und regelmäßige Mahd zu einer deutlichen Zunahme der Gräser geführt, Brachzeiger wie Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Wiesen-Labkraut (Gallium mollugo) oder Brennnessel (Urtica dioica) traten zurück.

Dazu muss angemerkt werden, dass es generell kaum möglich war, innerhalb der kurzen Projektlaufzeit (2001-Jänner 2005) mit einem Monitoring für die Maßnahmen „Schlegeln und Schwenden“ und die Maßname „Bestandesumwandlung von Forstkulturen“ aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Es hat sich in mehreren vergleichbaren Monitoringstudien gezeigt, dass erst durch mehrere Wiederholungsaufnahmen im Laufe der Jahre aus dem methodisch bedingten „Grundrauschen“ aussagekräftige Entwicklungen erkennen lassen. Das Konzept für das Vegetations-Monitoring ist daher so ausgelegt, dass auch nach dem Ende des LIFE-Projektes ein Weiterführen möglich ist.